 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 | Puch die Edlignalinde |
|
|
|
|
|
Edignalinde
|
Die Edignalinde steht auf dem Friedhof neben der Kirche in Puch, einem Stadtteil von Fürstenfeldbruck, etwa 25 Kilometer nordwestlich von München. Der Name stammt von Edigna, der Tochter Heinrichs I. von Frankreich, die hier auf der Flucht vor ihrer Ehe Unterschlupf gesucht hat. Sie hat angeblich im Inneren des hohlen Baumes 35 Jahre lang gelebt und dabei Ruhe, Seelenfrieden und die Erfüllung ihres Lebens gefunden. Sie betete und fastete und war Kranken, Armen und Glaubensuchenden eine Hilfe. Die Linde zeigt deutlich ihre Altersnarben. Von sechs Meter Höhe bis zum Boden ist sie mit Knollen, Beulen und Wucherungen übersät. Der mächtige Stamm ist gefurcht und gepresst und hat einen Umfang von 10,5 Metern. Trotz ihres hohen Alters brechen aus den Wurzeln und dem Stamm junge Triebe hervor und vereinigen sich mit den alten. Die Linde hat eine Höhe von etwa 20 Metern und einen Kronendurchmesser von 17 Metern.
Nach der Legende kam Edigna auf ihrer Flucht mit ihrem Ochsenkarren durch den Ort Puoche, heute Puch. Die Ochsen blieben dort stehen. Sie sah darin ein Zeichen Gottes und ließ sich hier 35 Jahre nieder. Es wurde eine kleine Kapelle, Sankt Sebastian, neben der Linde gebaut. Die Linde wurde, nachdem Edigna 1109 verstorben war, auf ihren Namen geweiht. Es wird auch berichtet, dass aus einer Quelle bei der Linde ein heilendes Öl geflossen sei. Die Quelle sei allerdings versiegt, nachdem man versucht habe, das Öl zu veräußern. Anhand dieser Überlieferungen wäre die Linde über 1000 Jahre alt. Schätzungen gehen sogar von etwa 1200 Jahren aus. Die Linde wurde im 19. Jahrhundert viel von Wallfahrern besucht. Diese brachen oft Blätter und Zweige ab, so dass die Linde durch einen Lattenzaun geschützt werden musste. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts gaben Bauern ihrem Vieh geweihtes Laub der Edignalinde zu fressen. Im Jahre 1880 brach bei einem Unwetter einer der beiden großen Hauptäste ab. 1947 wurde der morsche Teil des Stammes gefällt. Seitdem treiben neue Triebe aus dem Stumpf. Die Linde wurde 1983 als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Beschreibung der Linde aus dem Jahre 1874 findet sich in der statistischen Beschreibung des Erzbistums München-Freising: „Noch steht vor der Kirche die alte Linde, ein starker, in zwei Hauptästen sich verzweigender Stamm, in größtem Umfang 33fi Fuß messend, etwa 50–60' (Fuß) hoch. Ein Teil des Stammes ist ganz hohl, so dass man sich in selbem verbergen kann. Wohl zwölf Wallfahrtszüge kommen alljährlich hierher, worunter auch einer der Tändlerinnen in München. Es finden sich dort viele Votivtafeln. Bemerkenswert ist das Bild auf dem Edigna-Altare von Barth in München, dann die Reliquien der Heiligen, teils auf demselben Altare, teils in einem Ostenorium (Schaugefäß), besonders auch die Monstrans mit der Darstellung Edignas in ihrer Baumwohnung, deren Zweige das Allerheiligste in ihrer Mitte tragen. Noch jetzt zeigt man die Glocke in der Kirche; sie ist ohne den hölzernen Griff 5" (Zoll), mit demselben 10" hoch.“[
|
|
|
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Edlignalinde aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|
|
Kloster Fürstenfeld Fürstenfeldbruck
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |